1. Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service „Page.io“ (nachfolgend „Page.io“ oder „die Plattform“) zwischen
Kai Hielscher, KH Digital Marketing, Am Eichelkamp 227, 40723 Hilden, Deutschland, E-Mail: info@pageio.de, Telefon: +49 176 3125 1931 (nachfolgend „Anbieter“)
und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“). Die Plattform ist unter app.pageio.de erreichbar, die Marketing-Website unter pageio.de.
Ausschließlich B2B: Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertrag mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB kommt nicht zustande. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
Page.io ist eine cloudbasierte Software zur KI-gestützten Verwaltung von Online-Marketing für lokale Betriebe, Dienstleister und vergleichbare Unternehmen (z. B. Sachverständige, Handwerk, Gastronomie, Praxen). Der Anbieter stellt dem Kunden je nach gebuchtem Paket insbesondere folgende Funktionen zur Verfügung:
- KI-gestütztes Aufsetzen, Verwalten und Optimieren von Google-Ads-Kampagnen im Auftrag des Kunden;
- Generierung und Bereitstellung von Landingpages;
- Erfassung von Leads (Anfragen von Interessenten des Kunden) über die bereitgestellten Landingpages;
- Anzeige von Statistiken, Performance- und Auswertungsdaten im Dashboard.
Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Paket (Basis, Pro, Premium) und der jeweiligen Leistungsbeschreibung zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
Google-Werbebudget separat: Das für die Schaltung von Google-Ads-Anzeigen erforderliche Werbebudget ist nicht Bestandteil des Page.io-Abonnements. Dieses Budget wird vom Kunden unmittelbar an Google (Google Ireland Ltd. bzw. das jeweils abrechnende Google-Unternehmen) gezahlt. Der Anbieter hat auf die Höhe der von Google berechneten Kosten keinen unmittelbaren Einfluss.
Keine Erfolgsgarantie: Der Anbieter schuldet die sorgfältige Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen, jedoch keinen bestimmten Erfolg. Insbesondere wird keine Gewähr für eine bestimmte Platzierung (Ranking), eine bestimmte Anzahl an Klicks, Impressionen, Leads oder Neukunden, für Umsatzsteigerungen oder für die Wirtschaftlichkeit der Kampagnen übernommen. Die Ergebnisse von Werbemaßnahmen hängen von zahlreichen, außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegenden Faktoren ab (Markt, Wettbewerb, Google-Algorithmen, Budget, Saison).
3. Vertragsschluss und Registrierung
Die Darstellung der Pakete auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar. Der Kunde gibt sein Angebot durch Auswahl eines Pakets, Eingabe seiner Daten und Absenden des Bestellvorgangs ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters in Textform (z. B. per E-Mail) oder mit der Freischaltung des Zugangs zur Plattform zustande.
Für die Nutzung ist die Einrichtung eines Nutzerkontos erforderlich. Der Kunde ist verpflichtet, die abgefragten Angaben vollständig und wahrheitsgemäß zu machen und aktuell zu halten. Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die über sein Nutzerkonto vorgenommen werden, soweit er dies zu vertreten hat.
4. Preise und Zahlungsbedingungen
Sämtliche Preise verstehen sich netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer in Höhe von derzeit 19 %. Es gelten die folgenden Paketpreise:
| Paket | Preis (netto/Monat) |
|---|---|
| Basis | 99 € zzgl. USt. |
| Pro | 149 € zzgl. USt. |
| Premium | 299 € zzgl. USt. |
Bei jährlicher Zahlweise gelten die jeweils ausgewiesenen Jahrespreise. Zusätzlich wird bei Vertragsbeginn eine einmalige Onboarding-Gebühr in Höhe von 199 € netto zzgl. USt. fällig.
Die Abrechnung und Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe Ltd.). Als Zahlungsmittel stehen insbesondere Kreditkarte und SEPA-Lastschrift zur Verfügung. Der Kunde ist verpflichtet, ein gültiges Zahlungsmittel zu hinterlegen und ausreichende Deckung sicherzustellen.
Die Onboarding-Gebühr ist mit Vertragsschluss fällig. Die laufenden Nutzungsentgelte sind jeweils im Voraus zu Beginn der gewählten Abrechnungsperiode (Monat bzw. Jahr) fällig. Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen und den Zugang zur Plattform nach vorheriger Ankündigung bis zum Ausgleich des offenen Betrags zu sperren. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bei erheblichem Zahlungsverzug bleibt unberührt.
Das an Google zu zahlende Werbebudget ist gesondert und unmittelbar an Google zu entrichten und nicht Bestandteil der vorstehenden Entgelte.
5. Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag wird je nach gewählter Zahlweise mit einer Mindestlaufzeit von einem Monat (monatliche Zahlweise) bzw. einem Jahr (jährliche Zahlweise) geschlossen und verlängert sich jeweils automatisch um eine weitere Periode, sofern er nicht rechtzeitig gekündigt wird.
Das Abonnement ist von beiden Parteien jederzeit zum Ende der jeweils laufenden Abrechnungsperiode kündbar. Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail) oder kann über die dafür vorgesehene Funktion im Kundenkonto erklärt werden. Bereits im Voraus gezahlte Entgelte für eine laufende Periode werden nicht anteilig erstattet.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei erheblichem oder wiederholtem Zahlungsverzug, bei Verstoß gegen wesentliche Vertragspflichten oder bei rechtswidriger Nutzung der Plattform vor.
6. Pflichten und Mitwirkung des Kunden
Der Kunde ist verpflichtet, die für die Leistungserbringung erforderlichen Mitwirkungshandlungen rechtzeitig, vollständig und unentgeltlich zu erbringen. Hierzu gehört insbesondere:
- die Angabe vollständiger und zutreffender Kontakt- und Unternehmensdaten;
- die Bereitstellung eines Zugriffs auf das Google-Ads-Konto des Kunden bzw. die Zustimmung zur Verwaltung von Kampagnen im Auftrag des Kunden;
- die Sicherstellung, dass er über sämtliche Rechte (insbesondere Urheber-, Marken- und Nutzungsrechte) an von ihm bereitgestellten Inhalten, Bildern, Logos und Texten verfügt und dem Anbieter die zur Leistungserbringung erforderlichen Nutzungsrechte einräumt;
- die Gewährleistung, dass die von ihm bereitgestellten oder beauftragten Inhalte nicht gegen geltendes Recht (insbesondere Wettbewerbs-, Marken-, Urheber- und Datenschutzrecht) oder Rechte Dritter verstoßen.
Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer schuldhaften Verletzung der vorstehenden Pflichten oder rechtswidriger vom Kunden bereitgestellter Inhalte gegen den Anbieter geltend gemacht werden, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
Inhalte der Landing Pages: Sämtliche Inhalte der über die Plattform bereitgestellten Landing Pages – insbesondere Impressum, Datenschutzerklärung und sämtliche Werbeaussagen – werden vom Kunden bereitgestellt oder auf seine Veranlassung automatisiert von seiner bestehenden Website übernommen. Der Anbieter übernimmt diese Inhalte ausschließlich technisch und prüft sie nicht auf rechtliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Verantwortlicher Diensteanbieter im Sinne des § 5 DDG bzw. verantwortliche Stelle im Sinne des Datenschutzrechts für die veröffentlichte Landing Page ist allein der Kunde. Die Verantwortung für die Rechtskonformität dieser Inhalte liegt ausschließlich beim Kunden; die vorstehende Freistellung gilt insoweit entsprechend.
7. Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit von 100 %. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen die Plattform aufgrund von planmäßigen Wartungsarbeiten, erforderlichen Sicherheitsupdates oder aus Gründen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Störungen des Internets, Ausfälle von Drittanbietern wie Hosting-, Datenbank- oder Google-Diensten), nicht erreichbar ist.
Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten gelegt und, soweit zumutbar, vorab angekündigt.
8. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) – also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf – ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Eine weitergehende Haftung für einfache Fahrlässigkeit besteht nicht.
Der Anbieter haftet nicht für den wirtschaftlichen Erfolg der Werbemaßnahmen, für ein bestimmtes Ranking, für die Anzahl oder Qualität von Leads sowie für die Höhe des über Google entstehenden Budgetverbrauchs. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei einer ordnungsgemäßen und regelmäßigen Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Rahmen einer ausdrücklich übernommenen Garantie bleibt unberührt. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen und gesetzlichen Vertreter des Anbieters.
9. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der geltenden Datenschutzgesetze. Einzelheiten zur Verarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (z. B. Leads aus Landingpages), gilt ergänzend der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, der mit Vertragsschluss Bestandteil des Vertragsverhältnisses wird.
Anonyme Benchmarks: Der Anbieter ist berechtigt, aus den im Rahmen der Leistung verarbeiteten Konto- und Performance-Daten vollständig anonymisierte, aggregierte Kennzahlen (Benchmarks, z. B. durchschnittliche Klickrate, Kosten pro Klick oder Qualitätsfaktor je Branche) zu bilden und diese – auch kontenübergreifend – zur Qualitätssicherung, zum Leistungsvergleich und zur Verbesserung des Dienstes (einschließlich der KI-gestützten Analyse) zu nutzen. Ein Rückschluss auf einzelne Kunden, Konten oder Endnutzer ist dabei ausgeschlossen; es werden keine kundenbezogenen Klardaten kontenübergreifend offengelegt.
10. Änderungen der AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aufgrund von Änderungen der Rechtslage, der höchstrichterlichen Rechtsprechung, technischer Weiterentwicklungen oder einer Erweiterung des Leistungsangebots erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird der Anbieter in der Mitteilung gesondert hinweisen. Im Falle eines Widerspruchs ist jede Partei berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung zu kündigen.
11. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist – der Geschäftssitz des Anbieters. Der Anbieter ist zudem berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige gesetzlich zulässige Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Regelungslücken.
Stand: Juli 2026.